Tildas Tage sind strikt durchgetaktet: studieren, an der Supermarktkasse sitzen, sich um ihre kleine Schwester Ida kümmern und an schlechten Tagen auch um die Mutter. Zu dritt wohnen sie im traurigsten Haus der Fröhlichstraße in einer Kleinstadt, die Tilda hasst. Ihre Freunde sind längst weg, leben in Amsterdam oder Berlin, nur Tilda ist geblieben. Denn irgendjemand muss für Ida da sein, Geld verdienen, die Verantwortung tragen. Nennenswerte Väter gibt es keine, die Mutter ist alkoholabhängig. Eines Tages aber geraten die Dinge in Bewegung: Tilda bekommt eine Promotion in Berlin in Aussicht gestellt, und es blitzt eine Zukunft auf, die Freiheit verspricht. Und Viktor taucht auf, der große Bruder von Ivan, mit dem Tilda früher befreundet war. Viktor, der genau wie sie immer 22 Bahnen schwimmt. Doch als Tilda schon beinahe glaubt, es könnte alles gut werden, gerät die Situation zu Hause vollends außer Kontrolle.22 Bahnen ist eine raue und gleichzeitig zärtliche Geschichte über die Verheerungen des Familienlebens und darüber, wie das Glück zu finden ist zwischen Verantwortung und Freiheit.Caroline Wahl findet das Besondere im Alltäglichen und das Tröstliche im Schmerzvollen. Ein berührendes und feinsinniges Buch, mit dem man gern befreundet wäre. BENEDICT WELLSIch bin durch 22 Bahnen gerauscht und hellauf begeistert. Herzerwärmend, fein, gnadenlos und richtig schön zugleich. ALINA BRONSKY
Unerwartet hat Sonya ein neues Zuhause und eine neue Liebe gefunden. Als beides bedroht wird, kämpft sie für das, was ihr wichtig ist. Das unerwartete Erbe eines majestätischen und faszinierenden Herrenhauses hat Sonya MacTavishs Leben von einem Tag auf den anderen umgekrempelt. Ihr Onkel, der einst verlorene Zwilling ihres Vaters, hat ihr damit ein neues Zuhause und eine neue Gemeinschaft geschenkt, die sie mit offenen Armen empfängt. Dazu gehört auch Trey, Sonyas Nachbar, mit dem sie sich so wohlfühlt wie noch mit keinem anderen Mann. Doch die Idylle hat ihre Tücken: Über dem Haus und Sonyas Familie scheint ein Fluch zu liegen. Nur Sonya selbst und ihre Verwandten sind in der Lage, die Auswirkungen des geheimnisvollen Verhängnisses wahrzunehmen. Doch sie lässt sich nicht verschrecken. Mutig stellt sich die junge Frau der Herausforderung.
Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte die Kontrolle darüber behalten, wie man auf dieses Leben blicken wird.Als Julian Barnes erfährt, dass er eine Krankheit hat, die für ihn tödlich sein kann, aber nicht sein muss, heißt das für ihn, die Dinge zu ordnen. Was zählt im Leben, welche Lebensphase war wichtig, oder trügt die Erinnerung? Er nimmt Abschied, indem er den Anfang und das vermeintliche Ende dieses außergewöhnlichen Schriftstellerlebens erzählt - und eine fiktive Geschichte, in der auch ganz viel Julian Barnes steckt.Eine literarische, ehrliche Bilanz, ein Blick zurück und nach vorn von Julian Barnes, dem großen englischen Romancier, der sich vielleicht mit diesem Buch vom Schreiben verabschiedet. Schließlich weiß man nie, wann genau das eigene Leben endet.