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Das Sagbare und das Unsagbare

Produktinformationen "Das Sagbare und das Unsagbare"

Auf den Feldern der literarischen Hermeneutik und der Texttheorie sucht Manfred Frank eine geduldige und kritische Auseinandersetzung mit den Theorien der französischen Semiologen. Er vollzieht die kritische Wendung insbesondere Lacans und Derridas gegen die Subjektphilosophie der Hermeneutik ebenso nach wie ihre Einwände gegen den Fetischismus der Regel- und Konventionsmodelle der angelsächsischen Philosophie, hier: der von Austin und Searle entwickelten Sprechakttheorie. Im Rückgriff auf Schleiermacher und Humboldt freilich zeigt er, daß es keinen kontinu-ierlichen übergang zwischen der Ebene des Zeichensystems und seiner jeweils singulären Anwendung geben kann. Wenn irgendwo, dann ist in dieser Kluft der Ort des Subjekts. Seine (unscheinbar gewordene) Leistung droht allerdings der Vergessenheit und »dem Unsagbaren« an-heimzufallen, wenn durch eine tautologische und undialektische Anwen-dung des Wissenschaftsbegriffs nur solche Gebilde als Gegenstände einer »scientific discovery« zugelassen werden, die dem Kriterium der Univer-salität und der Beherrschbarkeit durch Regeln gehorchen. Das individuelle Subjekt fällt durch die Maschen dieses Anspruchs: es degeneriert in die »Idiotie«, wie Frank, auf den Titel von Sartres Flaubert-Studie anspielend, in einem Essay zu dessen hermeneutischer Archäologie des Individuums zeigt. Inhaltsverzeichnis Vorwort Der Text und sein Stil Schleiermachers Sprachtheorie Einverständnis und Vielsinnigkeit oder: Das Aufbrechen der Bedeutungs-Einheit im »eigentlichen Gespräch« Partialität oder Universalität der »Divination« Aus Anlaß von kritischen Fragen ans »Individuelle Allgemeine« Was ist ein literarischer Text, und was heißt es, ihn zu verstehen? Vieldeutigkeit und Ungleichzeitigkeit Hermeneutische Fragen an eine Theorie des literarischen Textes Die Aufhebung der Anschauung im Spiel der Metapher Das»einzelne Allgemeine« des Stils Anmerkungen zur Hermeneutik jean Starobinskis (Le sens de la critique) Archäologie des Individuums Zur Hermeneutik von Sartres Flaubert Das »wahre Subjekt« und sein Doppel. Jacques Lacans Hermeneutik »Ein Grundelement der historischen Analyse: die Diskontinuität« Die Epochenwende von 1775 in Foucaults »Archäologie« Was ist ein Diskurs Différance und autonome Negation Derridas Hegel-Lektüre Ist Selbstbewußtsein ein Fall von présence à soi. Zur Meta-Kritik der neueren französischen Metaphysik-Kritik Die Entropie der Sprache. Überlegungen zur Debatte Searle-Derrida Die Welt als Wunsch und Repräsentation oder: Gegen ein anarcho-strukturalistisches Zeitalter Jean François Lyotard und Jürgen Habermas über Dissens und Konsensus Gibt es rational unentscheidbare Konflikte im Verständigungshandeln? Autorenportrait Frank, ManfredManfred Frank ist Professor für Philosophie an der Universität Tübingen. Zuletzt erschienen: Immanuel Kant, Kritik der Urteilskraft / Schriften zur Ästhetik und Naturphilosophie (2009, hg. gemeinsam mit Véronique Zanetti), Auswege aus dem Deutschen Idealismus (2007) und Warum bin ich Ich? Eine Frage für Kinder und Erwachsene (2007).
Autor: Frank, Manfred
Gewicht: 334 g
Seiten: 607
Sprache: deutsch

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